Zwei Monitore an einem PC – richtig anschließen und betreiben

Zwei Monitore an einem PC - Auf diese drei Regeln sollten Sie kennen
Zwei Monitore an einem PC – das ist sinnvoll und effektiv – nicht nur für die Videobearbeitung, CAD oder Bildbearbeitung.

Wenn Sie zwei Monitore an einem PC betreiben wollen, gibt es einiges zu beachten

Zwei Monitore gleichzeitig an einem PC / Computer zu betreiben, macht Sinn. Nicht von ungefähr geht der Trend bei Monitoren seit Jahrzehnten hin zu einer immer höheren Auflösung. Und auch die Displays selbst werden dabei immer größer. Warum ist das so? Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: je höher die Auflösung Ihres Monitors ist, desto mehr Inhalte kann er gleichzeitig darstellen.

Das wiederum führt ganz konkret zu einer wesentlich effektiveren Arbeitsumgebung. Sie behalten besser die Übersicht, müssen seltener scrollen und gerade wenn Sie mit mehreren Programmen /Apps gleichzeitig arbeiten wollen, haben Sie mit einem hochauflösenden Monitor einen klaren Vorteil. Und dieser Mehrwert wird nochmal um einiges höher, wenn Sie an Ihren PC gleich zwei Monitore anschließen. Das Ziel ist also ein ergonomischer Arbeitsplatz, der es Ihnen ermöglichen soll, effektiver, stressfreier und daher auch ermüdungsfreier zu arbeiten.

Zwei Monitore, an einem Computer betrieben, erhöhen die Arbeitsproduktivität deutlich!

Klingt gut? Das ist es auch! Wer einmal mit zwei Monitoren gearbeitet hat, will erfahrungsgemäß nur ungern zum alten Aufbau mit nur einem Monitor zurück. Zwei Monitore sind ideal für die allermeisten Anwendungsszenarien. Sei es für die Videobearbeitung, Bildbearbeitung, CAD  oder für das Büro. Wenn Sie sich einen solch komfortablen Arbeitsplatz mit zwei Monitoren einrichten wollen, gibt es aber ein paar Dinge zu beachten. Fangen wir an:

Nicht vergessen: Monitor ist nicht gleich Monitor!

Wenn Sie mit zwei Monitoren arbeiten wollen, verabschieden Sie sich am besten jetzt sofort von der Idee, zwei in Größe und Auflösung verschiedene Monitore einsetzen zu wollen. Dieses Vorhaben ist nur zu verständlich und die Idee dazu entsteht oft nach dem Neukauf eines Monitors. Wohin mit dem alten Monitor? Warum ihn nicht weiterverwenden? Immerhin: betreiben Sie zum Beispiel Ihren alten Monitor zusammen mit Ihrem neuen, vergrößern Sie Ihren Arbeitsplatz ja durchaus und darum geht es ja. Richtig? Eben nicht! 

Tatsächlich funktioniert das zwar grundsätzlich. Aber es ist überhaupt nicht zielführend! Wie wir ja schon ausgeführt haben, ist das Ziel eines Arbeitsplatzes mit zwei Monitoren, effektiver und stressfreier arbeiten zu können. Arbeiten allerdings die beiden Monitore mit verschiedenen Auflösungen und Größen, geschieht diesbezüglich etwas außerordentlich Kontraproduktives. Ihre Augen müssen sich nämlich permanent an die verschiedenen Gegebenheiten der Monitore anpassen. Das fordert Ihr Gehirn ununterbrochen. Die Folge sind dann schnellere Ermüdung und schnellere Unkonzentriertheit.

Verschiedene, nicht baugleiche Monitore sollten Sie nicht an einem Arbeitsplatz betreiben. Schlimmstenfalls ermüden Sie deutlich früher als wenn Sie nur mit einem Monitor arbeiten würden.

Hinzu kommt, dass Sie im schlimmsten Fall die Bildausgabe über beide Monitore hinweg nicht als ein homogenes Ganzes betrachten können sondern als zwei verschiedene Arbeitsumgebungen. Das wirkt dann auf Sie so, als würden Sie vor zwei Computern sitzen. Und nicht vor einem Computer, der über eine Bildausgabe über zwei Monitore hinweg verfügt.

Daher gilt folgende Regel bei der Planung eines Arbeitsplatzes, der über zwei Monitore verfügen soll:

Zwei Monitore an einem PC: Regel Nummer 1

Verwenden Sie immer zwei baugleiche Monitore desselben Herstellers. Betreiben Sie diese in der exakt gleichen Auflösung und stellen Sie die gleichen Werte bei Kontrast, Farbtemperatur und Helligkeit ein.

So schließen Sie Ihren Monitor an Ihren Computer / PC erfolgreich an!

Je nachdem, welchen Monitor Sie besitzen, gibt es oft gleich mehrere Anschlüsse, über die Sie ihn mit einem entsprechenden Kabel mit Ihrem PC / Ihrem Notebook verbinden können. Teurere Modelle haben eher mehr Anschlussmöglichkeiten, günstige eher weniger.  Da es mehrere Normen,  Kabel und Stecker gibt, mit denen die Übertragung eines Grafik-Signals möglich ist und nicht jeder Computer alle Anschlüsse besitzt, bleiben Sie mit einem Monitor, der über viele Möglichkeiten besitzt, am flexibelsten.
Ihren Monitor verbinden Sie dann mit Ihrem PC oder Notebook – technisch gesehen mit der Grafikeinheit / Grafikkarte Ihres Computers. Hier wählen Sie dann einfach immer den modernsten Anschluss, den Monitor und Computer gemeinsam aufweisen.

Welche Monitoranschlüsse gibt es und welchen sollten Sie am besten benutzen?

Grundsätzlich gibt es einen analogen und mehrere digitale Anschlüsse. Beim analogen Anschluss handelt es sich entweder um den VGA- oder den sehr seltenen DVI-A-Anschluss. Digitale Anschlüsse gibt es hingegen deutlich mehr.

Welche digitalen Anschlüsse gibt es?

  • DVI-D / DVI-I (1999)
  • HDMI (2003)
  • Mini-HDMI (2006)
  • Display-Port (2007)
  • Mini-Display Port (2008)
  • Thunderbolt (2011)
  • USB-C (2016)

Verbinden Sie Monitor und Computer immer mit dem modernsten Anschluss, den beide Geräte besitzen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Den VGA-Anschluss sollten Sie meiden – außer es ist gar nicht anders möglich.

Beispiel: Sie haben einen Computer, dessen Grafikkarte einen DVI-D und einen DisplayPort anbietet. Ihr Monitor besitzt VGA, DVI-D und DisplayPort. In diesem Fall sollten Sie also den DisplayPort zum Anschluss Ihres Monitors verwenden, da er von den genannten die modernste Verbindungsmöglichkeit darstellt.

Hier also eine weitere Regel:

Zwei Monitore an einem PC: Regel Nummer 2

Um Ihren Monitor mit Ihrem Computer zu verbinden, wählen Sie am besten immer die Anschlussmöglichkeit, welche am modernsten ist und auch beide Geräte besitzen.

Zwei Monitore wirkungsvoll mit dem PC verbinden

Etwas kniffliger wird es, wenn Sie planen zwei Monitore an einem PC zu betreiben. Und zwar dann, wenn Ihr Computer / PC gar keine zwei identische Anschlussmöglichkeiten besitzt. Das ist gar nicht so selten.  So könnte Ihr Computer beispielsweise über einen VGA-, einen DVI-D und einen HDMI-Anschluss verfügen. Aber leider nicht über zwei identische Verbindungsmöglichkeiten wie zum Beispiel zweimal HDMI.

Das ist dann leider nicht der Idealzustand. Wenn Sie zwei Monitore gleichzeitig betreiben wollen, sollten Sie auch beide mit ein und demselben Anschluss mit dem Computer verbinden. Sonst kann es sein, dass die Grafikausgabe auf technisch eigentlich identischen Monitoren eben doch unterschiedlich erscheint. Verbinden Sie etwa einen Monitor mit dem VGA-Anschluss und den zweiten mit einem DisplayPort (um einmal die schlimmst mögliche Kombination zu nennen) liegen zwischen den beiden Bildausgaben schlicht: Welten. Das wirkt dermaßen störend, dass Sie dann besser lieber nur mit einem Monitor arbeiten sollten.

Zwei Monitore an einem PC: Regel Nummer 3

Zwei Monitore sollten über zwei jeweils identische Anschlüsse mit dem Computer verbunden werden. Also 2x DVI oder 2x DisplayPort etc..
Verfügt Ihr Computer über keinen doppelten Anschluss, können Sie dies eventuell durch den Kauf und Einbau einer neuen Grafikkarte ändern.

Wenn Sie ohnehin ein neues Gesamtsystem zusammenstellen, planen Sie von Anfang an eine Grafikkarte mit ein, die über zwei identische Anschlüsse verfügt. Beim Kauf der Monitore sollten Sie dann darauf achten, dass diese genau diese Anschlussmöglichkeiten auch besitzen.

Fazit

Wenn Sie zwei Monitore an einem Computer anschließen wollen, halten Sie sich am besten an diese drei Regeln. Kaufen Sie also zwei identische Monitore.  Sorgen Sie dann dafür, dass beide Monitore über die gleichen Anschlüsse mit Ihrem Computer verbunden werden können. Das ist der Idealzustand eines effektiven Arbeitsplatzes mit zwei Monitoren. Also zum Beispiel entweder mit zweimal DisplayPort oder mit zweimal DVI-D.

Vermeiden Sie Mischungen. Dies gilt insbesondere für die Mischung VGA (anaolog) und digital (DVI-D, DisplayPort, HDMI).

Drei Monitore bilden einen riesigen Arbeitsplatz
Mit entsprechenden Standfüßen und Befestigungen können Sie auch mehr als zwei Monitore verwenden.

Wenn Sie sich keine Grafikkarte kaufen können oder wollen, die zwei identische Anschlüsse (zum Beispiel zweimal DisplayPort oder zweimal HDMI) bietet, können Sie noch zu Adaptern greifen. Diese ermöglichen es zum Beispiel, ein ausgehendes DisplayPort-Kabel Ihres Monitors mit einem freien DVI-D-Anschluss Ihres Computers zu verbinden. Das kann durchaus zufriedenstellend funktionieren. Der Idealzustand ist es allerdings nicht.

Unser Rat: Machen Sie gleich Nägel mit Köpfen und befolgen Sie einfach Regel 1 bis 3.  Auf diese Weise erhalten Sie einen Arbeitsplatz, an dem Sie viel Freude haben werden.

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