Arbeitsspeicher – wie viel RAM braucht man wirklich im Jahr 2021? Ein Ratgeber

Lesezeit ca. 6 Minuten
RAM nachrüsten: Die Kapazität des Arbeitsspeichers (des RAMs) entscheidet über die Gesamtgeschwindigkeit Ihres Computersystems. Wie viel ist genug?
Wie viel Arbeitsspeicher (RAM) braucht ein moderner Computer? Lieber 16 GB oder 32 GB? Oder ist beides zu viel?  Wie wichtig ist RAM überhaupt? Wir haben Ihnen einen Ratgeber zusammengestellt.

Wie viel Arbeitsspeicher ist heute sinnvoll? Wie viel RAM braucht man? Ein Ratgeber

Arbeitsspeicher kann man angeblich nicht genug haben und RAM nachrüsten macht immer Sinn – so sagt man jedenfalls. Auch wenn in dieser Aussage tatsächlich viel Wahrheit steckt, ist die Praxis dann doch etwas komplexer. Denn auch mit wenig RAM können Sie durchaus arbeiten. Selbst sehr anspruchsvolle Software startet mit wenig Arbeitsspeicher. An dieser Stelle wollen wir aber nicht auf die technischen Hintergründe und Funktionsweisen der Speicherhierarchie oder Speicherverwaltung eingehen. Stattdessen zeigen wir Ihnen in möglichst übersichtlicher Form, für welche Anwendungsfälle welcher Speicherausbau im Jahr 2021 geeignet ist.

Auf die Unterschiede in der Geschwindigkeit verschiedener Arbeitsspeicher gehen wir in diesem Beitrag dabei ebenfalls bewusst nicht ein. Zwar spielt es natürlich eine Rolle, wie schnell ein RAM-Modul in der Praxis ist. Für die Gesamtgeschwindigkeit eines Systems ist die Kapazität des verbauten Arbeitsspeichers aber wesentlich wichtiger. Im Folgenden haben wir Ihnen einen Ratgeber zusammengestellt. Dieser kann Ihnen hoffentlich helfen einzuschätzen, für welche Anwendungsszenarien sich welche RAM-Kapazität im Jahr 2021 empfiehlt.

Sollten Sie sich eigentlich nur für die Frage interessieren, wie viel RAM für ein Smartphone sinnvoll ist, können Sie gleich hier weiterlesen.

8, 16 oder lieber 32 GB RAM? Wie viel Arbeitsspeicher braucht man wirklich? Und wann sollten Sie RAM nachrüsten?

2 GB RAMDiese Menge Arbeitsspeicher ist gerade so ausreichend für Office-Arbeiten in modernen Anwendungen, für Recherchen im Internet und für Ihr Betriebssystem. Im Jahr 2021 ist dies, wenn überhaupt, eine absolute Minimalkonfiguration, die so wirklich nicht mehr zu empfehlen ist.
4 GB RAMGenügt für normale Office-Arbeiten, Internet und alle Programme mit moderatem Speicherbedarf. Mehrere Programme können gleichzeitig ausgeführt werden.

Wenn Sie nicht regelmäßig speicherintensive Anwendungen, wie moderne Spiele oder Software für Bildbearbeitung, einsetzen und damit leben können, dass der Wechsel zwischen Programmen auch einmal etwas dauern kann, reicht diese Menge RAM im Jahr 2021 vielleicht gerade noch aus - aber wir tun uns schwer damit, noch eine Empfehlung auszusprechen.

Bei Betriebssystemen mit 32 Bit (z.B. Windows XP) stellen vier Gigabyte die Höchstmenge an RAM dar, die noch ohne jede Einschränkung verwaltet werden kann. Ein Ausbau darüber hinaus ist in diesen Systemen daher in der Regel sinnlos - auch wenn es mit mehr oder weniger ausgeprägten Computerkenntnissen mittels PAE (Physical Address Extension) grundsätzlich realisierbar ist.
8 GB RAMDamit haben Sie genügend Leistung für die allermeisten Anwendungen.
Auch im Jahr 2021 ist dies die Menge an RAM, die flüssiges Arbeiten auch bei speicherintensiven Anwendungen grundsätzlich ermöglicht.

Einschränkungen kann es bei modernen Spielen geben, ebenso bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer speicherintensiver Programme. Auch für die Bildbearbeitung sind 8 GB inzwischen nur noch eine Minimalkonfiguration. Wenn Sie einen komplett neuen Computer kaufen wollen, sollten Sie acht Gigabyte RAM als Basiskonfiguration mit eingeschränkter Zukunftssicherheit betrachten.
16 GB RAMIm Jahr 2021 ist dies weiterhin die optimale Speichergröße. Sie bietet mehr als genug Leistung, auch für professionelle Ansprüche. Ein flüssiges Arbeiten auch mit mehreren speicherintensiven Anwendungen gleichzeitig ist ohne weiteres möglich. Moderne Spiele laufen optimal.

RAM-Engpässe werden nur sehr selten auftreten und wenn, dann in der Regel nur innerhalb eines professionellen Workflows, z.B. in den Bereichen DTP, CAD, Videoschnitt / Videobearbeitung oder Audiorecording.

Wenn Sie einen ganz neuen PC kaufen, der auch ohne spätere Aufrüstung zehn Jahre aktuell bleiben soll, sind 16 Gigabyte das Mindeste an RAM, was Sie verbauen sollten.
32 GB RAMDiese Menge an Arbeitsspeicher bietet genug Leistung auch für professionelle Entwicklungsumgebungen und besitzt auch für die Zukunft hohe Leistungs-Reserven. Ideal für alle professionellen Workflows, die von viel RAM profitieren. Ein flüssiges Arbeiten ist selbst bei einem System, das unter hoher Belastung steht, stets möglich.

Weiterhin günstige Speicherpreise vorausgesetzt, sind 32 Gigabyte im Jahr 2021 die wirtschaftlichste Wahl für jedes neue Computer-System. Diese Menge bietet Ihnen auch eine ausreichende Zukunftssicherheit.

Für 4K-Videoschnitt / Bearbeitung sollten Sie auf 32 Gigabyte RAM setzen - der Workflow wird spürbar flüssiger.

Mehr Arbeitsspeicher benötigen Sie erst in speziellen beruflichen Umgebungen, für das private Umfeld macht ein höherer Ausbau des Arbeitsspeichers kaum Sinn.

64 GB RAM und mehrNur empfohlen für professionelle Entwicklungsumgebungen und entsprechende Software aus den Bereichen Materialsimulation, Molekulardynamik-Simulation oder komplexe Datenbankentwicklung. Wenn Sie Animationen und Videoschnitt auf höchstem professionellen Niveau erstellen, ist der Ausbau auf 64 GB und mehr ebenso nützlich, wie bei Architekturprogrammen wie Autodesk Revit. Gleiches gilt für komplexe Simulations & Rendering Frameworks.

Server profitieren grundsätzlich von so viel RAM wie möglich.

Für den privaten Bereich ist diese RAM-Ausbaustufe unnötig und zurzeit noch eine Fehlinvestition. Selbst dann, wenn Sie sehr hohe Ansprüche an Ihre Hardware stellen.

Nur falls Sie einen ganz neuen PC kaufen, der auch ohne spätere Aufrüstung hinsichtlich des Arbeitsspeichers zehn Jahre aktuell bleiben soll, können 64 Gigabyte sinnvoll sein. Denn diese Menge bietet natürlich auch eine hohe Zukunftssicherheit. Gegenwärtig profitieren Sie aber von dieser Menge RAM als normaler Anwender kaum bis gar nicht.

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Ist ein hoher Ausbau des Arbeitsspeichers (etwa 32 GB) auch bei einem Laptop / Notebook sinnvoll?

Ganz gleich ob Notebook, Laptop oder Desktop – ausschließlich der Verwendungszweck des Computers entscheidet darüber, wie viel Arbeitsspeicher sinnvoll ist. Nicht etwa der Computertyp.

Oft werden Notebooks zwar tatsächlich nur für das Internet oder Office-Anwendungen verwendet und kommen daher auch mit wenig RAM gut aus. Das Aufrüsten auf etwa 32 Gigabyte wäre dann entsprechend obiger Tabelle wenig sinnvoll. Laptops brauchen aber ganz grundsätzlich nicht mehr oder weniger RAM als ein stationärer Desktop – solange die technische Grundlagen der Computers (Intel oder AMD Prozessor, verwendete Software, verwendetes Betriebssystem) die gleichen sind.

RAM nachrüsten: Kann man unterschiedliche RAM-Größen einbauen?

Die Gesamtmenge des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers kann sich aus der Kombination mehrerer sogenannter RAM-Riegel ergeben. Wenn Sie also einen Riegel mit 2 Gigabyte und einen Riegel mit 6 Gigabyte verbauen, verfügen Sie insgesamt über 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Es geht also.


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Unser Tipp: Sinnvoll ist das aber eher weniger

RAM-Riegel sollten idealerweise absolut baugleich (gleicher Typ, gleicher Hersteller, gleiche Größe) sein. Warum? Nun, die wilde Mischung von RAM-Modulen ist immer wieder der Grund für instabile und ineffektive Computer-Systeme. Da liegt der Teufel dann häufig im Detail. Hier einmal ein Absturz, dort einmal ein Render-Fehler, zum Beispiel bei der Videobearbeitung…unser Rat: lassen Sie es.

Ein stabiler Computer läuft am besten mit zwei baugleichen Modulen desselben Herstellers, die zusammen die Gesamtmenge des Arbeitsspeichers ergeben (also etwa 2 mal 8 Gigabyte = 16 Gigabyte). Experimente diesbezüglich können natürlich funktionieren – aber mit einem Bauteil, das so wichtig für die Performance eines Computers ist, sollte man eher nicht experimentieren.

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Wie wichtig ist der RAM eigentlich genau?

Kurzum sehr wichtig. Denn der Arbeitsspeicher (RAM) zählt neben dem Prozessor zu den wichtigsten Bauteilen Ihres Computers / Notebooks. Je höher die Kapazität des Arbeitsspeichers ist, desto seltener kommt es zu Leistungsengpässen. Ob Sie flüssig mit Ihrem Computer arbeiten können oder nicht, hängt maßgeblich vom Arbeitsspeicher ab.

Wenn Sie genaueres über die technische Bedeutung von RAM innerhalb der Speicherhierarchie eines Computers erfahren wollen, können Sie das hier tun.

Reichen 8 GB RAM? Unsere Empfehlung

RAM nachrüsten: langsamer Arbeitsspeicher mit hoher Kapazität ist in der Regel besser als schneller RAM mit geringer KapazitätWir von Harlander.com empfehlen für den normalen Computernutzer inzwischen einen Speicherausbau von wenigstens 8 Gigabyte RAM. Nutzer, die regelmäßig aufwendige Computerspiele starten oder regelmäßig mit moderner Software für Videoschnitt / Bildbearbeitung / DTP arbeiten wollen, empfehlen wir dann für das Jahr 2021 klar die doppelte Menge an Arbeitsspeicher. RAM nachrüsten macht hier wirklich Sinn. Mit diesen 16 Gigabyte sind Sie dann auch noch lange Zeit auf der sicheren Seite.

4 Gigabyte Arbeitsspeicher könnte Ihnen aber durchaus auch genügen. Diese Kapazität genügt (noch) vollends, um z.B. Texte zu schreiben, Filme am Computer anzusehen, ältere Computerspiele zu spielen oder im Internet zu surfen. Die Ansprüche neuer Software an Ihre Hardware steigen aber auch in Zukunft weiter. Daher würden wir diese Kapazität für das Jahr 2021 nur noch sehr eingeschränkt empfehlen.

16 GB oder doch lieber gleich 32 GB Arbeitsspeicher?

Wenn Sie einen richtig leistungsstarken Computer wollen, stellen Sie sich vielleicht die Frage, ob nicht gleich 32 Gigabyte statt 16 Gigabyte zu wählen die beste Option ist. Prinzipiell sind 16 Gigabyte auch 2021 eine mehr als solide Menge RAM und für normale Anwendungsszenarien wird Ihnen diese auch genügen. Sehr günstige Speicherpreise vorausgesetzt, spricht dann aber doch viel für eine Aufrüstung auf 32 Gigabyte RAM.


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Denn grundsätzlich gilt – sofern die Preise für Arbeitsspeicher es zulassen – installieren Sie lieber zu viel RAM als zu wenig. Idealerweise handelt es sich dann stets um zwei baugleiche RAM-Module, die zusammen die gewünschte Speichergröße ergeben. Wenn Sie also 16 Gigabyte Arbeitsspeicher anstreben, greifen Sie am besten zu zwei Arbeitsspeicher-Modulen mit jeweils 8 Gigabyte Kapazität.

Ein Tipp: Arbeitsspeicher-Module sollten Sie nicht mischen. Das kann funktionieren, ist aber eine mögliche Fehlerquelle. So sind zum Beispiel instabile Systeme oft die Folge von wilden Mischungen aus unterschiedlichen RAM-Modulen. Verbauen Sie stattdessen lieber baugleiche Module eines Herstellers Ihrer Wahl – dies stellt die ideale Lösung dar.

Sollten Sie sich aus Gründen der Kostenersparnis zwischen Kapazität und Geschwindigkeit entscheiden müssen, dann raten wir Ihnen tendenziell lieber das langsamere RAM-Modul mit höherer Kapazität zu wählen. Denn in der Regel ist die Gesamtgröße des Arbeitsspeichers für die Performance eines Computersystems deutlich relevanter als dessen Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

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Ein neuer PC soll zehn Jahre lang halten – reichen dafür 8 oder 16 Gigabyte RAM oder müssen Sie später RAM nachrüsten?

Betrachten wir die Entwicklungen der letzten zwanzig bis dreißig Jahre, ist das sehr unwahrscheinlich. Wenn Sie sich also für einen ganz neuen PC entscheiden, den Sie zehn Jahre lang auch nicht mehr aufrüsten wollen, sollten Sie sich sogar eher für 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und mehr entscheiden, sofern die Preise für RAM niedrig sind.

Die ersten Jahre liegen die Leistungsreserven je nach Anwendungsszenario zwar eventuell noch brach. Aber schon in ein paar Jahren wahrscheinlich nicht mehr. Dabei zu bedenken ist allerdings, dass das spätere Aufrüsten wahrscheinlich günstiger ist als jetzt in eine Menge RAM zu investieren, den Sie im Moment so noch nicht brauchen. Analysieren Sie also am besten Ihr Nutzungsverhalten. Je anspruchsvoller ihre Anwendungen sind, desto mehr RAM sollten Sie wählen, wenn Sie auch in ein paar Jahren keine Engpässe in Sachen Arbeitsspeicher erleben wollen.

Zusammenfassung und Tipps

Kurze Antwort: 16 Gigabyte RAM / Arbeitsspeicher bilden auch 2021 die optimale Basis für ein zeitgemäßes Computersystem, auf dem aktuelle Software laufen soll. Dabei ist es völlig egal, ob Sie sich einen neuen Computer kaufen oder ein älteres Gerät nutzen.

Weiterhin günstige Speicherpreise vorausgesetzt, geht die Preis-Leistungs-Krone aber im Jahr 2021 an 32 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Ja, das können Sie schon. Sie können auch verschiedene RAM-Riegel mit verschiedenen Größen mischen solange sie vom selben Typ sind (DDR1, DDR 2, DDR3, DDR4 Riegel können NICHT miteinander kombiniert werden) - mit einer Ausnahme: ECC Speicher können Sie nicht mit normalen RAM-Riegeln kombinieren.

Sinnvoll ist das Mischen verschiedener Arbeitsspeicher aber eher nicht. Der gesamte RAM läuft dann immer nur so schnell wie der langsamste Riegel, außerdem führt eine solche Konfiguration nicht selten zu Stabilitätsproblemen.

Die ideale Konfiguration besteht daher immer aus zwei exakt baugleichen RAM-Riegeln.
Seine Größe. Je mehr Arbeitsspeicher Sie haben, desto flüssiger wird Ihr System arbeiten können, auch wenn Sie viele Programme gleichzeitig verwenden.

Gerade bei modernen Systemen, die auf Prozessoren der Ryzen-Serie von AMD aufbauen, nimmt die Bedeutung der Geschwindigkeit des RAMs aber wieder deutlich zu.

Lieber mehr RAM als zu wenig

Unser Tipp daher: Setzen Sie auf möglichst viel Arbeitsspeicher, aber nicht um jeden Preis. Eine mittlere bis höhere Geschwindigkeit sollte Ihr Arbeitsspeicher schon aufweisen.
Die Größe und auch die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers hat wirklich einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesamtleistung Ihres PCs / Notebooks. RAM gehört neben dem Prozessor und dem verwendeten Massenspeicher (HDD oder SSD) daher auch zu den drei wichtigsten Bausteinen eines leistungsfähigen Computers.
Nein. Ausschließlich der Verwendungszweck eines Computers bestimmt, wie viel RAM benötigt wird beziehungsweise sinnvoll ist. Sofern die Computersysteme auf der derselben Hardwarebasis beruhen (etwa der X86-Architektur von Intel und AMD Prozessoren), spielt die Bauform (Laptop oder stationärer Desktop) in dieser Frage keine Rolle.
Die meisten Mainboards unterstützen den Einsatz von bis zu vier RAM-Modulen. Wenn Sie nun zum Beispiel 32 Gigabyte Arbeitsspeicher anstreben, könnten Sie entweder 4 Ram-Riegel mit jeweils 8 Gigabyte verbauen oder 2 RAM-Riegel mit jeweils 16 Gigabyte Kapazität.

Aber was ist nun besser? Sollten Sie dann besser auf zwei Module Arbeitsspeicher setzen oder auf vier?

Früher versuchte man, die sogenannte "Vollbestückung" eher zu vermeiden, denn immer wieder kam es diesbezüglich zu Problemen mit den Mainboards. Manchmal starteten Computer beim Einsatz von vier RAM-Modulen eines bestimmten Typs sogar nicht einmal.

Heute ist der Einsatz von vier RAM-Riegeln in der Regel zwar kein großes Problem mehr, aber der Memory Controller wird weiterhin höher belastet als beim Einsatz von nur zwei RAM-Modulen. Da sich somit keine Vorteile, aber potentielle Nachteile beim Einsatz von 4 Riegeln ergeben, würden wir weiterhin dazu raten, lieber auf zwei statt auf vier Module zu setzen.

Berichte über Probleme bei Vollbestückung seitens unserer Kunden sind zwar viel seltener geworden, erreichen uns aber immer noch.

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Sonderfall 1 – wie viel RAM braucht ein Smartphone im Jahr 2020 /2021?

Nicht zuletzt aufgrund der technischen Entwicklungen der letzten 10 Jahre wurden wir mehrfach gebeten, hier auch auf die Geräteklasse der Smartphones einzugehen. Immerhin gibt es inzwischen Hersteller, die ihren Smartphone-Flaggschiffen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und mehr spendieren. Damit dürfte es inzwischen kurioserweise bereits den einen oder anderen User geben, dessen Smartphone über mehr RAM verfügt als sein PC.

Die Frage ist nun: welche Menge Arbeitsspeicher ist für ein Smartphone sinnvoll?

In der Tat hat der Arbeitsspeicher im Smartphone zwar die exakt gleiche Aufgabe wie in einem normalen Computer, dennoch lässt sich unsere oben angeführte Tabelle nicht 1:1 in die mobile Welt der Smartphones übertragen. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob Ihr Smartphone von Apple stammt oder ein Gerät ist, das auf Basis von Android läuft.

Denn Smartphones von Apple brauchen wesentlich weniger Arbeitsspeicher, um rasant und leistungsfähig zu laufen als etwa die Konkurrenz von Samsung. Die Werte sind so also nicht ohne weiteres miteinander vergleichbar. Ein iPhone mit 4 Gigabyte RAM kann durchaus im Gesamtpaket wesentlich schneller sein als ein Android-Gerät mit 12 Gigabyte (oder sogar noch mehr) Arbeitsspeicher. Ohne in die Tiefe gehen zu wollen, liegt dies im Kern an der sogenannten Unified Memory Architecture die Apple hier einsetzt. Eine Architektur übrigens, die mit dem M1 Chip nun auch im Notebook-Bereich Einzug gehalten hat.

An dieser Stelle wollen wir Ihnen ein paar Richtwerte mit auf dem Weg geben:

Empfehlung für Geräte von Apple

Mit 3-4 Gigabyte sind Sie im Jahr 2021 noch sehr gut aufgestellt. Aber selbst ein iPhone mit nur 2 Gigabyte ist durchaus flott unterwegs.

Seit Erscheinen der neuesten iPhone-Generation (iPhone 12) kam es zwar zu einem Anstieg des verbauten Arbeitsspeichers auf bis zu 6 Gigabyte für die Top-Modelle. Inwieweit die reale Leistung in der Praxis davon profitiert, sei dahingestellt. Diese Ausbaustufe ist sicherlich zukunftssicherer – ein entscheidender Vorteil gegenüber 4 GB Arbeitsspeicher ist in der Praxis aber nicht zu bemerken.

Empfehlung für Android-Geräte

RAM-Größen von 3-4 Gigabyte bilden den Einstieg und gehen für günstige Einstiegs-Smartphones völlig in Ordnung. Mit 8 Gigabyte sind Sie dann ebenfalls gut aufgestellt, 12 Gigabyte sind sehr gut. RAM-Größen von 16 Gigabyte sind (noch) Luxus und nicht unbedingt von Nöten.

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Sonderfall 2 – M1 Prozessoren von Apple und der Arbeitsspeicher

Im Jahr 2020 hielt in den ersten Apple Computern ein völlig neuartiger Prozessor Einzug und sorgte mächtig für Wirbel. Der M1-Chip.

Dabei handelt es sich nicht um einen Prozessor mit X86 Architektur (wie AMD- oder Intel-Prozessoren es sind). Es handelt sich vielmehr um einen ARM-basierten System on a Chip (SOC).

Was man dabei wissen muss: Der RAM / Arbeitsspeicher ist Teil der Architektur des M1 und kein separates Modul mehr mit eigenem Steckplatz auf dem Mainboard.

Das nennt man Unified Memory Architecture, kurz: UMA. Eine Technik, die Apple seit vielen Jahren mit viel Erfolg auch in seinen iPhones und iPads einsetzt und zur Folge hat, dass, trotz wenig RAM im System, hohe Leistungswerte erzielt werden (siehe Sonderfall 1).

Was hat dies nun konkret mit unserem  Thema zu tun?

Kurz und bündig: Ein Mac, der auf die M1-Architektur setzt, kommt offenbar mit weniger RAM zurecht als ein Computer, der mit AMD oder Intel-Prozessoren arbeitet und die Vergleichbarkeit zwischen den beiden System ist deutlich erschwert.

Die inzwischen oft gelesene Behauptung, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher im Apple M1 Chip verhielten sich wie 16 Gigabyte RAM in einem Intel-System, ist zwar so nicht haltbar. Allein schon deshalb nicht, weil der Unterschied ja eigentlich in der Architektur liegt, nicht in der Kapazität. Aber abseits aller Theorie entsteht subjektiv dieser Eindruck in der praktischen Arbeit mit so einem Mac tatsächlich.

Vielleicht kann man es eher so sagen: die Unified Memory Architecture führt ganz konkret dazu, dass wenig RAM einen M1 Apple je nach Anwendung zwar auch ausbremsen kann. Aber nicht im gleichen Ausmaß, wie das bei einem Intel- oder AMD-System der Fall ist.

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Arbeitsspeicher - ein kurzer Abriss über die (Entwicklungs-) Geschichte von RAM

FPM-DRAM
Löste den ersten, klassischen DRAM um das Jahr 1987 herum ab.
EDO-RAM
War eine Weiterentwicklung von FPM-DRAM und ist von diesem äußerlich kaum zu unterscheiden. EDO-RAM war typisch für die PCs der frühen 90iger Jahre und wurde zum Beispiel zusammen mit dem Intel Pentium 1 Prozessor eingesetzt.
SDRAM
Vorgänger des DDR-SDRAM Standards. SDRAM ist wesentlich schneller als sein Vorgänger EDO-RAM, den er ca. 1996 abzulösen begann. Bis zum Jahr 2000 war SDRAM der vorherrschende Speichertyp.
Rambus-RAM
War für den Einsatz der ersten Intel Pentium 4 Prozessoren zwingend erforderlich. Rambus-RAM war aber sehr teuer bei geringem Mehrwert und konnte sich daher auf Dauer nicht durchsetzen.
DDR-SDRAM
Im Jahr 1999 vorgestellt, eroberte dieser Speichertyp die Computerwelt ab dem Jahr 2001 und verdrängte sowohl SDRAM als wenig später auch Rambus-RAM. Lag in den Spezifikationen DDR-200, DDR-266,DDR 333 und DDR-400 vor. Die Zahl steht hier für den effektiven Takt in MHz.
DDR2-SDRAM
Eine Weiterentwicklung des DDR-SDRAM. Dieser Speichertyp konnte deutlich höher takten und erschien 2004. Nicht kompatibel zu DDR-SDRAM der ersten Generation
DDR3-SDRAM
Wurde 2007 eingeführt. Dieser Speichertyp wurde ab 2010 / 2011 vorherrschend und ist nicht abwärtskompatibel zu DDR2-SDRAM. Er blieb lange der bestimmende RAM-Typ.
DDR4-SDRAM
Wurde 2012 vorgestellt und ab 2014 in den Markt eingeführt. Seit ca. 2017 ist DDR4-SDRAM der vorherrschende und zurzeit auch noch modernste Speichertyp. DDR4-SDRAM ist ebenfalls nicht abwärtskompatibel zu seinem Vorgänger.
DDR5-SDRAM
Der Nachfolger von DDR4-SDRAM wurde im Juli 2020 spezifiziert und steht wahrscheinlich Ende 2021 in den Startlöchern. Erfahrungsgemäß dürfte es dann noch drei Jahre dauern, bis DDR5-SDRAM der vorherrschende RAM-TYP sein wird.

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Weiterführende Links:

Für mehr Arbeitsleistung: Den richtigen PC-RAM finden

 

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Alexander Göhs

10 Kommentare bei „Arbeitsspeicher – wie viel RAM braucht man wirklich im Jahr 2021? Ein Ratgeber

  1. 64 GB sind aber langsam für CAD-Anwendungen und aufwändige Videobearbeitung (Stichwort RAM Vorschau in 4K) auch sinnvoll. OK – der normale private Anwender bracuht das nicht, stimmt schon. Aber ganz so selten ist diese Anforderung sicher nicht mehr. Vielleicht mal mit aufnehmen. High-End Workstations werden sehr wohl schon mit 64 GB ausgeliefert. Ist inzwischen bezahlbar und eben für manche auch sinnvoll. Nicht mehr unbedingt Spezialfälle finde ich.

  2. Ich habe vor einem Jahr auf von 4 auf 16 GB aufgerüstet – Im Normalbetrieb (Mail, Betriebssystem, Internet) kaum ein Unterschied. Höchstens eingebildet. Ich war enttäuscht. Bis ich dann mal wieder ein Video bearbeitet wollte.

    Plötzlich läuft das richtig rund! Ganz anderes Arbeitsgefühl!

  3. Es tauchen ja inzwischen auch schon High-End Workstations mit 128 GB RAM auf…ist das überhaupt in irgendeiner Weise sinnvoll? Man könnte jetzt sagen – ist halt absolut zukunftssicher..Aber: bis 128 GB sowas wie die Standardbestückung ist, vergeht ja noch soviel Zeit…bis dahin ist ja dann der Prozessor wieder rettungslos veraltet.

    Das macht doch dann so gut wie keinen Sinn oder wird damit Videobearbeitung doch nochmal schneller? Bringt das irgendwas im High-End Bereich?

    1. Hallo Herr Klein,
      im Kern geben wir Ihnen recht. Die Speicherbestückung von 128 GB macht für gefühlt 98% aller Nutzer noch keinen Sinn.

      Aber im „High-End Bereich“ gibt es tatsächlich einige Anwendungsfälle bei denen diese Speichermenge ganz konkret immer noch weitere Vorteile bringt. Etwa in der RAM-Vorschau in After Effects.

      Grundsätzlich ist es aber eine Frage der Wirtschaftlichkeit – also wie ist es um das Verhältnis von praktischem Mehrwert und Investitionskosten für den RAM bestellt? Das beste Verhältnis ist zurzeit bei 16 GB Arbeitsspeicher gegeben.

      Ein „zu viel“ an RAM gibt es aber in der Theorie nicht. Das hat mit der Speicherhierarchie zu tun. Wenn Sie dazu mehr lesen wollen können Sie das hier tun:

      http://press.harlander.com/ratgeber-und-tipps/computerwissen/zusammenhang-speicherhierarchie-und-ram/

  4. Ich habe 16 GB. Wenn ich mal einen Tag intensiv mit Firefox arbeite und viele Tabs offen habe und dann z. B. noch Teams läuft, kriege ich die 16 GB immer mal wieder fast voll und das System wird langsamer. Klar ist das nicht unbedingt das normale Nutzungsverhalten, trotzdem finde ich, 16 GB sollte heute das absolute Minimum sein, zumal die Preise sehr tief sind. Wer ein Gerät für die nächsten 10 Jahre möchte, sollte dringend auf 32 oder 64 GB gehen. Das Internet wird immer „hungriger“ und die Softwares leider nicht effizienter, was den Speicherverbrauch angeht. Tragisch eigentlich.

    1. Hallo Herr Stahel,
      wird Ihr System langsamer, ist das in der Tat ein klares Anzeichen dafür, dass Sie für Ihr Nutzungsverhalten zu wenig RAM verbaut haben. Oder aber mit der Speicherverwaltung Ihres Betriebssystems etwas nicht stimmt. Das ist immerhin möglich, denn das von Ihnen beschriebene Nutzungsverhalten ist eigentlich immer noch relativ anspruchslos. Aber es ist schon richtig: Browser belegen bei sehr vielen geöffneten Tabs in der Tat inzwischen viel Arbeitsspeicher und auch Windows 10 ist mit den letzten Updates immer fordernder geworden, was die RAM-Bestückung betrifft.

      Auch wir halten (und schreiben das hier ja auch) 8 Gigabyte inzwischen ganz klar nur noch für eine Basiskonfiguration. Und wie Sie ja selbst erleben, kann es selbst mit 16 Gigabyte durchaus zu Engpässen kommen. Unser Büro zum Beispiel teilt diese Erfahrung allerdings noch nicht- zurzeit sind alle Arbeitsplätze (außer Produktivsysteme für Bildbearbeitung, Videoschnitt etc) noch mit acht Gigabyte bestückt und bisher hatte noch kein Mitarbeiter einen gefühlten oder messbaren RAM-Engpass zu verzeichnen. Und das bei sehr ähnlichem Nutzungsverhalten wie das von Ihnen beschriebene.

      „Das Internet wird immer „hungriger“ und die Softwares leider nicht effizienter, was den Speicherverbrauch angeht. Tragisch eigentlich.“

      Das ist schon richtig, allerdings wird Software nicht in dem Maße „hungriger“ wie man annehmen würde. Tatsächlich sorgt die Speicherverwaltung eines Betriebssystems dafür, wieviel RAM welchem Programm zugeteilt wird. Die Speicherverwaltung verhält sich umso großzügiger, je mehr RAM sie im System vorfindet. Ein Programm braucht also nicht zwingend soviel RAM, wie ihm vielleicht zugeteilt wird. Den Zusammenhang haben wir hier beschrieben:

      http://press.harlander.com/ratgeber-und-tipps/computerwissen/zusammenhang-speicherhierarchie-und-ram/

      Zum Thema Zukunftssicherheit eines neuen PCs, der die nächsten zehn Jahre halten soll: hier haben Sie völlig recht: moderate Speicherpreise vorausgesetzt, würden wir ebenfalls zu 32 Gigabyte und evtl. sogar 64 Gigabyte raten. Den Artikel werden wir um einen entsprechenden Hinweis erweitern. Vielen Dank für Ihren Kommentar!

      1. Besten Dank für Ihre Rückantwort.

        Mit „viele Tabs“, meine ich teilweise bis mehrere Dutzend oder auch in mehreren gestarteten Browsern mit teils speicherhungrigen Seiten mit Werbung. Und ich lasse meinen Rechner auch praktisch ständig laufen anstatt runterzufahren (auch über Nacht bleibt er an). Daher ist mein Szenario sicher nicht ein passendes Beispiel, um mehr als 16 GB RAM zu rechtfertigen. Schliesst man den Browser zwischendurch und / oder startet den Rechner neu, genügen 16 GB sicherlich in den meisten Anwendungssituationen. Aber es ist gut, dass sie bereits 32 GB empfehlen für Poweruser oder für die Zukunft. Die Speicherpreise sind ja im Moment auch relativ günstig.

        Beste Grüsse
        Thomas Stahel

        1. Hallo Herr Stahel,
          in dem von Ihnen beschriebenen Nutzungsszenario sind 32 Gigabyte ganz sicher kein Fehler. Gerade der Chrome-Browser ist ein echter Speicherfresser und im von Ihnen beschriebenen Fall können „nur“ 16 Gigabyte tatsächlich auch einmal zu einem Neustart zwingen – keine Frage.

          Beste Grüße
          Alexander Göhs (Harlander.com)

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