Fotos bearbeiten – Notebook oder PC für Lightroom, Photoshop und Co?

Lesezeit ca. 10 Minuten
Bildbearbeitung - Notebook oder PC. Welches Notebook Sie für Lightroom brauchen
Sie suchen DAS Notebook für die Bildbearbeitung mit Lightroom oder Photoshop? Da gibt es leider viele Stolperfallen.

Brauchen Sie eher ein Notebook / Laptop oder einen PC, wenn Sie (semi-) professionell Fotos bearbeiten wollen?

Notebook für die Bildbearbeitung (z.B. Photoshop) – was müssen Sie beachten?

In diesem Beitrag gehen wir davon aus, dass Sie regelmäßig und intensiv Fotos bearbeiten betreiben wollen und / oder regelmäßig und auch viel fotografieren. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie ein Notebook oder PC suchen, mit dem Sie vielleicht ein paar Dutzend besonders schöner Urlaubsfotos bearbeiten wollen, oder ob Sie regelmäßig hunderte hochauflösende RAW-Fotos in Programmen wie Lightroom bearbeiten.

Und natürlich macht es auch einen Unterschied, ob Sie in Sachen Farbkorrektur hochpräzise arbeiten oder Ihre Urlaubsfotos einfach nur subjektiv schöner machen wollen.

Wenn Sie ihre Ansprüche eher gering einschätzen, haben wir eine gute Nachricht für Sie:

Mit praktisch jedem halbwegs modernen Notebook oder PC können Sie in der Praxis auch einfache Fotobearbeitung betreiben. Etwa Farben anpassen oder Kontraste erhöhen, aber auch die Arbeit mit mehreren Ebenen ist durchaus möglich.

Achten Sie nur darauf, dass der Laptop/ PC über mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügt und vielleicht auch über einen SSD-Massenspeicher. Wenn Sie Fotos bearbeiten, ist ein hochauflösendes Display sicher kein Fehler, ansonsten verbinden Sie Ihr Notebook einfach mit einem Monitor mit einer Bildschirmdiagonale um die 24 Zoll. Mehr brauchen Sie tatsächlich: NICHT.

Notebooks für gehobene Ansprüche in Photoshop oder Lightroom

Wenn Sie allerdings einen (semi-)professionellen Arbeitsplatz für die Fotobearbeitung einrichten wollen und dafür ein Notebook oder PC suchen, dann geht es hier jetzt ans Eingemachte.

Ein Notebook ist diesbezüglich oft ganz oben auf der Wunschliste vieler Kunden. Auch wenn uns ein PC dafür an sich besser geeignet scheint (dazu später mehr) hat dieser Wunsch schon der Flexibilität wegen natürlich seine Berechtigung.

Leider ist aber die Frage nach dem idealen Notebook für Programme wie Lightroom, Photoshop oder Luminar gar nicht so leicht zu beantworten. Darum wollen wir an dieser Stelle erst einmal die wichtigsten Eigenschaften aufzählen, die ein Notebook eigentlich idealerweise haben sollte, wenn Sie mit diesem sinnvoll, schnell und effektiv Fotos bearbeiten wollen: und das auf (semi-)professionellen Niveau.

Fotos bearbeiten: Die wichtigsten Eigenschaften die ein Notebook mit Lightroom und Photoshop dafür idealerweise haben sollte:


Ein exzellentes mattes (!) Display mit IPS-Panel , das den sRGB Farbraum zu 100 Prozent und den Adobe RGB-Farbraum zu annähernd 100 Prozent abdeckt


Das Display des Notebooks sollte weiterhin mindestens eine Auflösung von 1920 auf 1080 Pixeln (Full HD) bei einer Bildschirmdiagonale von mindestens 14 Zoll aufweisen


Beim Prozessor sollte es sich mindestens um einen Intel Core i5 der sechsten Generation oder höher handeln (oder einen äquivalenten RYZEN Prozessor von AMD)


Der Arbeitsspeicher des Laptops sollte für die Bildbearbeitung mindestens acht Gigabyte groß sein, empfohlen wären 16 Gigabyte oder sogar mehr


Als Massenspeicher sollte eine SSD mit einer Kapazität von mindestens 512 Gigabyte verbaut sein, die idealerweise via NVMe an das System angebunden ist


Der Laptop sollte für die Bildbearbeitung über eine eigene, zur Software kompatible Grafikkarte oder wenigstens über eine sehr gute in der CPU integrierte Grafikeinheit verfügen


Wie leistungsstark muss ein Notebook für die Fotobearbeitung / Photoshop sein?

Das kommt grundsätzlich auf Ihren Workflow an. Wenn Sie regelmäßig viele Fotos bearbeiten, die als RAW in 40 MP Auflösung anliegen, macht eine sehr leistungsstarke Plattform Sinn. Wenn Sie hingegen hauptsächlich retuschieren, brauchen Sie keinen so starken Prozessor wie gemeinhin angenommen wird.

Für die Bearbeitung von Fotos wird allgemein keineswegs so viel Leistung seitens eines Notebooks benötigt, wie oft behauptet wird. Auch gebrauchte Notebooks von Marken wie HP, Dell, Apple oder Lenovo eignen sich noch bestens dafür. Wichtiger als die CPU (Prozessor) ist der Arbeitsspeicher, der auch bei älteren Systemen gut ausgebaut sein kann. Weniger als acht Gigabyte sollte ein Laptop mit dem Sie Fotos ernsthaft bearbeiten wollen, nicht mehr haben. Ideal sind inzwischen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für die Fotobearbeitung.

Abstand nehmen sollten Sie allerdings von schwachen Prozessoren, die hauptsächlich für genügsame Office-Arbeiten konzipiert wurden. Namentlich alle Prozessoren aus der Core i3-Serie von Intel.

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Und welches Notebook eignet sich jetzt am besten für Photoshop und Lightroom ganz konkret?

Sie werden sich wundern. Die obengenannten sechs Eigenschaften sind bei einer Kombination von stationärem PC mit Monitor relativ günstig und einfach zu realisieren. Aber nicht bei Notebooks! Sie werden auf der Suche nach einem speziellen Laptop für die Fotobearbeitung schnell verzweifeln.

Die Punkte Prozessor, Arbeitsspeicher oder Massenspeicher auf dem Wunschzettel lassen sich auch bei Laptops noch relativ leicht abhaken. Schwierig wird es hingegen beim Thema Display. Viele Hersteller schweigen sich zum Beispiel grundsätzlich darüber aus, ob und wenn in welchem Umfang, ein Notebook die entscheidenden Farbräume abdeckt. Sehr gute Displays (wie etwa aus den MacBook-Serien von Apple) „glänzen“ dann leider wieder im negativen Sinn mit spiegelnden Glossy-Displays.

Ein spiegelndes Display bei einem Notebook ist nicht ideal. Fotos bearbeiten Sie besser auf einem mattem Display
MacBook Pro Modelle, aber auch Notebooks von HP (etwa aus den Convertible-Serien) haben hochwertige Displays (Glossy) – die in der Regel aber leider spiegeln. Wenn Sie Fotos bearbeiten wollen, sind matte Displays an sich im Vorteil

Diese sind schön und Farben sehen darauf satt und toll aus – genau das stört aber, wenn Sie wirklich ernstgemeinte Fotobearbeitung betreiben wollen. Genauso störend sind natürlich auch die aus der Beschichtung resultierenden Spiegelungen und Reflexionen. Hinsichtlich der angestrebten Mobilität ist das grenzwertig, denn Sie müssen immer schauen, dass Sie so sitzen, dass Ihr Display nicht spiegelt. Das ist kontraproduktiv. Unbrauchbar sind diese „Glossy“-Displays natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Aber für die möglichst objektive Bildbeurteilung, und das sollte man auch einmal in aller Deutlichkeit sagen dürfen, sind sie eigentlich nicht wirklich ideal.

Weiterhin wird seitens der Hersteller nicht eben selten eine Notebookvariante mit dem besten Display an die höchste Ausbaustufe der Hardware gekoppelt. Was oft zu einem, jedenfalls für die Zwecke der Bildbearbeitung mit einer Software wie Photoshop, unnötig teuren Notebook führt.

Wichtiger Hinweis

Notebooks mit sehr guten Displays, die den sRGB und Adobe RGB-Farbraum voll abdecken, sind selten. Und leider schweigen sich viele Hersteller in ihren Datenblättern auch völlig über den Grad der Farbraumabdeckung aus. Wenn Ihnen ein bestimmtes Notebook vorschwebt, empfehlen wir Ihnen den Besuch der Seite Notebookcheck.com.

Hier werden auch die Displays von Notebooks regelmäßig und unabhängig getestet. Aus der Sicht eines professionellen Grafikers / Fotografen tun sich hier übrigens auch bei teuren Notebooks regelmäßig sprichwörtliche Abgründe auf.

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Laptop & Fotos bearbeiten – das Dilemma mit der Mobilität

Auf mobilen Workstations können Sie sehr gut Fotos bearbeiten - allerdings zu einem hohen Preis.
Oft sehr gut zum Fotos bearbeiten geeignet- weil oft mit Top-Displays ausgerüstet – sind mobile Workstations. Diese sind aber wuchtig, teuer und schwer. Das macht auf Reisen wenig Freude.

Geräte, die alle oben genannten sechs Punkte erfüllen, entstammen oft dem Segment der mobilen Workstations. Was in der Regel dann leider auch wieder die teuersten Notebooks am Markt sind. Und meist auch die größten und schwersten.

Mobile Leichtigkeit sieht anders aus und es stellt sich dann wiederum die Frage: wenn Sie ein Notebook für die Bildbearbeitung einem stationären PC vorziehen, dann doch vor allem wegen der weit höheren Flexibilität in Sachen Mobilität. Sind Sie dann aber mit einer schweren und wuchtigen (wuchtig ist auch der Preis) mobilen Workstation wirklich gut bedient?

Ein Dilemma. Leichten und eleganten Notebooks, die bezahlbar sind, fehlt es gerne auch einmal an Leistung und/oder sie setzen allzu oft auf spiegelnde Displays. Selbst die an sich sehr guten und teuren MacBook Pro-Modelle von Apple tun das. Professionelle mobile Workstations wiederum sind eher schwer und unhandlich und außerdem sehr teuer für den Verwendungszweck.

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Eignet sich denn nicht das neue Apple MacBook Air 2020 M1 Entry ganz besonders, wenn Sie Fotos bearbeiten wollen?

Ausgehend von den ersten Erfahrungs- und Testberichten sowie von Apple unabhängigen durchgeführten Benchmarks absolut. Mit dem neuen M1 Prozessor, beziehungsweise dem neuen MacBook Air 2020 ist Apple, entgegen der unerheblichen Erwartungshaltung des Autors dieser Zeilen, tatsächlich ein ganz großer Wurf gelungen. Und wie es aussieht ist schon lange kein Hersteller so nah daran gewesen, ein für die Bildbearbeitung nahezu perfekt geeignetes Notebook zu entwickeln. Es verfügt über eine lange Akkulaufzeit eine sehr hohe Rechenleistung und ein hervorragendes Display. Und bleibt auch, für Apple ungewöhnlich, einigermaßen bezahlbar.

Aber auch das Macbook Air 2020 M1 patzt bei unseren sechs Punkten. Erstens ist das Display zu klein, wenn auch hochauflösend. Nicht ideal , um Fotos zu bearbeiten. Außerdem spiegelt es halt mal wieder. Auch eine dedizierte Grafikkarte besitzt es nicht – wenn auch die Grafikleistung des M1-Chips ungewöhnlich gut ist. Dennoch: das MacBook Air 2020 M1 Entry ist sicher ein Notebook, dass sich zum Bilder bearbeiten sehr gut eignet. Auch wenn man Kompromisse eingehen muss. Wie eben bei jedem anderen Notebook auch.

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Ein Laptop zum Bilder bearbeiten ist immer ein Kompromiss

Sie können nicht alles haben. Sie werden Kompromisse eingehen müssen, wenn Sie auf ein Notebook für die Bildbearbeitung setzen. Wenn Sie ernsthaft Fotos bearbeiten und dafür ein Notebook als Ihr Hauptwerkzeug einsetzen wollen, kommen Sie fast zwangsläufig in eine, aus professioneller Sicht, schwierige Situation. Die sprichwörtlich eierlegende Wollmilchsau mit perfektem Display, hoher Leistung, hoher Mobilität, wenig Gewicht, hoher Akkulaufzeit und dedizierter Grafikkarte gibt es nämlich nicht.

Was also tun? Sie haben drei Möglichkeiten

Es ist wie es ist. Gehen Sie einfach auf die Suche nach dem möglichst perfekten Laptop und planen Sie ein höheres bis sehr hohes Budget ein.

Gebrauchte Notebooks mit Top-Display

Da die neuste Prozessorgeneration, egal ob von Intel oder AMD, hinsichtlich der Anforderungen von Bildbearbeitungssoftware wie Lightroom oder Photoshop gar nicht zwingend erforderlich ist, kann sich die Suche nach einem gebrauchten Notebooks vom Fachhändler mit entsprechend gutem Display und viel Arbeitsspeicher richtig lohnen!
Ein sehr guter zusätzlicher Monitor in Kombination mit einem hochwertigen Business-Notebook kann einen guten Kompromiss darstellen, wenn Sie Fotos bearbeiten wollen.

Gerade dann, wie zu einem hochwertigem, aber gebrauchten Business-Notebook greifen, können Sie dann viel Geld sparen und erhalten dennoch genügend Leistung auch für anspruchsvollere Aufgaben.
Sie setzen eben doch primär auf eine stationäre PC-Lösung oder eine Workstation. Ein zusätzliches Notebook muss dann weder hinsichtlich Display noch hinsichtlich Leistung Rekorde brechen, denn die eigentliche finale Bearbeitung Ihrer Bilder findet dort gar nicht statt.

In diesem Fall können Sie fast jedes Notebook verwenden - achten Sie aber dennoch auf mindestens 8 GB Arbeitsspeicher! Bei einem Ausbau unter dieser Marke macht selbst die rein handwerkliche Bildbeurteilung in Lightroom auf dem Notebook wirklich Freude mehr.

Refurbished-IT

Ein gebrauchtes Notebook wäre hier auch eine sinnvolle Variante, achten Sie aber darauf, dass dieser Laptop von einem Markenhersteller wie HP, Dell, Lenovo, Fujitsu oder Apple stammt. Diese Notebooks sind für eine lange Lebenszeit konzipiert und deutlich zuverlässiger als Geräte aus dem Consumer-Bereich.

Die Variante 2 entlastet potentiell Ihren Geldbeutel, da Sie nicht zwangsläufig auf ein sehr teures Notebook setzen müssen.

Variante 3 halten wir aber für besonders interessant. In diesem Fall benötigen Sie nur ein Notebook, auf dem Sie (auf Reisen oder beim Fotoshooting) erste Bildbeurteilungen durchführen und sinnvoll sortieren können. Auch erste Bearbeitungen sollten vorgenommen werden können. Aber die eigentlich letzte und finale Bearbeitung ihrer Fotos mit Lightroom, Photoshop, Luminar etc. würde dann an ihrem stationären Arbeitsplatz vor einem großen und dafür geeignetem PC und Monitor stattfinden.

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PC oder Notebook für Bildbearbeitung in Lightroom? Was ist besser geeignet?

Wie anfangs bereits angedeutet, ist unsere Entscheidung in dieser Hinsicht im Grunde eindeutig!

Der beste Arbeitsplatz um Fotos zu bearbeiten mit Programmen wie Lightroom oder Photoshop ist stationär und kommt unserer Erfahrung nach in Form eines zuverlässigen, soliden und leistungsfähigen PCs oder einer Workstation im Verbund mit einem oder mehreren  möglichst hochwertigen Monitoren daher.

Richtig teuer muss das nicht zwangsläufig sein. Lesen Sie gerne dazu auch unsere zwei weiteren Beträge zu diesem Thema:

Die vier größten Irrtümer bei der Zusammenstellung eines PCs für die Bildbearbeitung

PC für Bildbearbeitung & Mediengestaltung – Fehlplanungen beim Kauf vermeiden. 

Hier finden Sie auch zahlreiche weitere Tipps bezüglich der Hardware, die sich auch auf Notebooks übertragen lassen.

Fotos bearbeiten mit Photoshop und Lightroom können Sie am besten an einer stationären Workstation oder einem gut ausgestatteten PC.
Für die professionelle Bearbeitung von Fotos mit Programmen wie Photoshop stellt die Kombination aus einer Workstation oder PC und zwei hochwertigen Monitoren des gleichen Typs die ideale Lösung dar. Alternativ können Sie zwar auch ein Notebook zusammen mit zwei Monitoren einsetzen, Sie müssen dann aber Kompromisse eingehen.

Welche Vorteile ergeben sich, wenn Sie einen PC mit Monitor als Hauptwerkzeug einsetzen um Fotos zu bearbeiten?

Der augenfälligste Vorteil eines stationären Arbeitsplatzes ist schlicht die Größe des Monitors. Wenn Sie Fotos am Laptop mit einer Bildschirmdiagonale von sagen wir 15,6 Zoll bearbeiten, dann ist das Display für ein Notebook schon groß. Mit Bildschirmen dieser Größe hat man natürlich früher auch erfolgreich Bildbearbeitung betrieben. Allerdings vor 20 Jahren! Ein idealer, moderner Arbeitsplatz für Photoshop besteht heute aus zwei Monitoren der 27 Zoll-Klasse. Das ist etwas völlig anderes als ein Notebook mit 15,6 Zoll.

Ein PC bietet mehr Leistung für Ihr Geld, ist wesentlich besser aufrüstbar beziehungsweise erweiterbar, lässt sich besser warten und im Zweifel auch verhältnismäßig leicht reparieren.

Natürlich können Sie auch Ihr Notebook bei Bedarf an einen oder mehrere Monitore anschließen. Nur: wenn Sie die eigentliche Bearbeitung dann ohnehin doch auf große Monitore verlagern, warum muss dann das Display Ihres Notebook überhaupt zwingend die Vorgaben in Sachen professioneller Bildbearbeitung erfüllen? Dann käme nämlich wieder ein ordentliches Business-Notebook für Ihre Zwecke in Frage. Mit dem Sie aber eben auch nicht zwangsläufig die Leistung eines guten PCs erreichen.

Ein Notebook eigens für die Bildbearbeitung zu kaufen macht am meisten Sinn, wenn man es als mobiles Zweitgerät betrachtet. Und die finale Bearbeitung dann am PC stattfindet.

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Für den professionellen Einsatz hat der PC bei der Fotobearbeitung die Nase vorn

Fotos bearbeiten: Workstations und PC sind die idealen Computer um Bilder zu bearbeiten
Absolut ideal geeignet für die Fotobearbeitung ist eher kein Notebook – sondern eine starke Einsteiger-Workstation von Lenovo, HP, Fujitsu oder Apple.

Für den professionellen Einsatz gibt es noch ein wichtiges Argument gegen das Notebook als Hauptwerkzeug Ihres Workflows. Als geschlossenes, mobiles Hardwaresystem ist es anfällig für Schäden und es ist schlecht zu reparieren. Und wenn es möglich ist, müssen Sie eine ganze Weile ohne auskommen, bis es repariert ist. Eine Zeitspanne, in der Sie natürlich keine Fotos bearbeiten können.

Ein PC fällt hingegen wohl eher selten herunter. Schütten Sie aus Versehen Kaffee auf die Tastatur, ersetzen Sie eben kurzfristig die Tastatur. Geht Ihr Monitor nicht mehr, schließen Sie einfach einen anderen an. Und arbeiten weiter. Bei einem Notebook so nicht denkbar. Das ist im Zweifel ein gewaltiges Problem, wenn Sie Aufträge zu bearbeiten und fristgerecht abzugeben haben.

Seine im Vergleich leichte Aufrüstbarkeit spricht ebenfalls für den PC und gegen das Notebook.

Der wichtigste Punkt ist aber ein anderer: ernstgemeinte Fotobearbeitung sollte idealerweise immer am selben Ort unter denselben Lichtbedingungen stattfinden. Das schafft Neutralität in Ihrer handwerklichen aber auch kreativen Arbeit. Und fördert die Wiederholbarkeit kreativer Workflows. Wenn Sie sogar farbverbindlich arbeiten wollen und müssen, wird der Aufwand noch einmal höher und der exakte Standort des Arbeitsplatzes bei unveränderten Lichtbedingungen ein Thema. Hier macht der Einsatz eines Notebooks ohne zusätzlichen Monitor eigentlich wieder nur wenig Sinn.


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Warum sieht man denn immer so viele Apple MacBook Pro Notebooks bei Fotografen?

Das hat mehrere Gründe. Grundsätzlich würden wir festhalten, dass MacBooks allgemein den Bedürfnissen von Fotografen, Grafikern, Mediengestaltern und Bildbearbeitern durchaus entgegen kommen wie sonst höchstens noch die XPS-Serie von Dell. Aber die Gründe dafür basieren auch oft nur auf dem Ruf der Geräte und nicht auf deren technischen Grundlagen. Hier ein paar Gründe, warum Fotografen so oft zu MacBooks greifen:


Apple MacBooks und MacBook Pros haben sehr gute Displays – auch wenn sie leider spiegeln


Macbook Pro-Notebooks stellen in Sachen Leistung durchaus einen echten Desktop-Ersatz dar und wildern im Bereich der mobilen Workstations –  bleiben dabei aber leicht und elegant


Weil es chic ist und vom Kunden erwartet wird


Weil Fotografen keine IT-Experten sind und gerne glauben, dass sie Macbook Pro Notebooks brauchen, weil diese Laptops am besten für die Bildbearbeitung geeignet sind. Ganz gleich, ob das technisch begründbar ist oder nicht

Auch für Notebooks der MacBook-Pro Serie gilt: im direkten Vergleich mit einem optimierten, stationären PC oder Workstation sind sie ein Kompromiss, wenn darum geht, professionell Fotos zu bearbeiten. Wenn auch ein sehr schöner.

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Fotos bearbeiten: Welches Notebook ist empfehlenswert?

Praktisch jedes, wenn Sie Ihre Bilder nur ein wenig aufhübschen wollen und Sie auch gar nicht so oft fotografieren. Haben Sie höhere Ansprüche an Ihre Arbeit, wird das Angebot schlagartig sehr viel kleiner. Insbesondere dann, wenn Sie hohen Wert auf eine exakte Farbwiedergabe legen.

Weit verbreitet (und auch empfehlenswert) für diesen Zweck sind MacBook Pro-Notebooks von Apple, aber auch Notebooks von Dell aus der XPS-Serie.

Bei beiden Notebook-Typen können Sie auch getrost auf gebrauchte, etwas ältere Geräte setzen.

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Fazit – PC oder Notebook für Photoshop, Lightroom oder ein ähnliches Bildbearbeitungsprogramm?

Der klare Sieger ist auf dem Papier der PC beziehungsweise eine solide Workstation im Verbund mit einem oder mehreren hochwertigen Monitoren (zum Beispiel von Eizo). Billig ist das gegenüber einem entsprechend ausgestatteten Notebook auch nicht zwingend, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber besser.

Wenn Sie sich für gebrauchte Refurbished-IT entscheiden, können Sie allerdings nochmal viel Geld einsparen.

In der Praxis hat aber auch ein Notebook seine Berechtigung. Bei einem Photoshooting zum Beispiel werden Sie kaum Ihren stationären Computer zur Bildkontrolle einsetzen wollen. Gleiches gilt bei Foto-Reportagen oder auch einfach nur für den Familienurlaub. Das perfekte Notebook für diese Zwecke zu finden ist schwierig und aus professioneller Sicht fast immer ein Kompromiss.

Entscheidend bei der Auswahl des Notebooks für Photoshop oder Lightroom sollte im Zweifel die Qualität des Displays sein – außer Sie planen ohnehin, das Notebook für die eigentliche Bearbeitung Ihrer Fotos an einen hochwertigen Monitor anzuschließen.

Der Prozessor und die restliche Hardwareausstattung hingegen muss nicht „State of the Art“ sein. Auch gebrauchte Modelle eignen sich ohne Probleme. Über acht Gigabyte Arbeitsspeicher sollte aber auch ein gebrauchtes Notebook mindestens verfügen, sofern Sie effizient arbeiten wollen und effektiv Fotos bearbeiten wollen.

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Alexander Göhs

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