SSD vs HDD vs SSHD – Moderne Massenspeicher im Vergleich

Lesezeit ca. 7 Minuten
SSD, HDD oder besser doch HDD? Ein Ratgeber in Sachen Festplatten
Erfahren Sie hier, auf welche Technik zum Speichern Ihrer Daten Sie setzen sollten.

Ein Vergleich: Was ist besser – SSD, HDD oder SSHD?

Das Medium in Ihrem Computer auf dem Sie ihre Dtaen dauerhaft ablegen können, nennt man MassenspeicherImmer wieder fragen uns Kunden, was der Unterschied zwischen einer Festplatte (HDD) und einem Solid State Drive (SSD) ist. Warum ist eine SSD viel teurer? Bringt die Aufrüstung auf ein Solid State Drive wirklich große Vorteile? Um die für den Laien unübersichtliche Situation noch etwas verwirrender zu machen, gibt es dann auch noch sogenannte SSHDs.

Wenn Sie weder die Zeit noch die Muße haben, sich ausgiebig mit Computertechnik zu beschäftigen, dann wird Sie erst einmal nur eines interessieren: Was bekommen Sie für Ihr Geld bei der jeweiligen Speicher-Technik und was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen den verschiedenen Speichertechniken?

Vielleicht fangen wir am besten damit an, was SSD, HDD und SSHD gemeinsam haben:

Alle drei bezeichnen ein nichtflüchtiges Speichermedium. Hier legen Sie Ihre Daten dauerhaft ab. Auch Ihr Betriebssystem, zum Beispiel Windows, und Ihre Programme installieren Sie hier.    

Nichtflüchtig bedeutet, dass die gespeicherten Daten nach Abschalten des Stroms erhalten bleiben. Anders als etwa beim Arbeitsspeicher (RAM), der ein flüchtiges Speichermedium darstellt. Das älteste (und bis jetzt noch immer am weitesten verbreitete) Speichermedium der drei oben genannten ist im Bereich der Computer die HDD.

Die HDD (klassische Festplatte) – das Ende einer Ära?

Bild einer Samsung EVO SSD
Samsung baut mit der EVO und der PRO Serie ausgezeichnete SSDs, die weit schneller sind als eine klassische HDD.

Noch vor gar nicht langer Zeit verbauten alle Hersteller von Computern für den Endkundenmarkt ausschließlich HDDs (Hard Disk Drive). Im deutschen Sprachraum kennt man diese unter der Bezeichnung Festplattenlaufwerk bzw. Festplatte. Hierbei handelt es sich um ein magnetisches Speichermedium mit beweglichen Teilen. Diese Technik wurde im Lauf der Jahrzehnte immer effektiver und schneller. HDDs haben sich seit langem bewährt und sind technisch ausgereift.

In Sachen Geschwindigkeit und Leistung hat die klassische HDD in den letzten zehn Jahren aber eine Konkurrentin bekommen, die inzwischen (dank sinkender Preise) die HDD völlig deklassiert und wirklich „alt“ aussehen lässt. Die sogenannte SSD (Solid State Drive). In neuen High-End Computern werden Sie im Jahr 2020 nur noch in Ausnahmefällen eine HDD als Systemplatte vorfinden. Auch in den sogenannten „Consumer-Geräten“, günstige Computersysteme für preisbewusste  Privatkunden, ist eine eindeutige Entwicklung hin zum Einbau eines Solid State Drives zu beobachten.

SSD vs HDD (Festplatte) – was ist der Unterschied?

Bild einer Frau die sich über Ihr Notebook freut
Lange Wartezeiten Adieu! Eine SSD beschleunigt auch ältere Computer enorm!

Ein Solid State Drive (SSD) verfügt gegenüber einer HDD über keinerlei bewegliche Teile und arbeitet somit im Prinzip völlig lautlos. Ihr gewaltigster Vorteil gegenüber der klassischen Festplatte ist Ihre weit überlegene Arbeitsgeschwindigkeit.

Wenn Sie noch nie mit einem Solid State Drive gearbeitet haben und Ihre betagte HDD in Ihrem Computer durch eine moderne SSD ersetzen, werden Sie glauben vor einem neuen Computer zu sitzen. Sie werden ein völlig neues Arbeitsgefühl erleben.

Die Geschwindigkeit eines Solid State Drives sorgt für einen rasanten Start Ihres Betriebssystems und aller Ihrer Programme. Ordner, selbst mit vielen Dateien, öffnen sich gefühlt ohne jede Ladezeit. Ein Solid State Drive ist zudem gegenüber mechanischen Einwirkungen wesentlich unempfindlicher als eine HDD. Sie verbraucht deutlich weniger Strom und produziert weniger Abwärme. Notebooks belohnen den Einsatz einer SSD zudem mit einer längeren Akkulaufzeit.

Ermöglicht wird all dies durch die Verwendung einer Speichertechnik, die auf flashbasierte Speicherchips setzt. Sehr vereinfacht gesagt handelt es sich bei einer SSD technisch gesehen um etwas ähnliches wie einen USB-Stick. Diese Technik birgt aber auch ein Risiko bzw. einen Nachteil in sich. Ein Solid State Drive besitzt ein (berechenbares) Limit, was die maximal mögliche Anzahl von Schreibzyklen pro Speicherzelle betrifft. Wird dieses Limit erreicht, droht der Ausfall des Laufwerks. Auch Firmen, die sich auf professionelle Datenrettung spezialisiert haben, können die Daten auf einem defekten Solid State Drive oft nicht mehr retten.


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Ist ein Solid State Drive ein Risiko für Ihre Daten?

Nicht mehr als eine herkömmliche Festplatte auch. Im Jahr 2020 ist es den Herstellern von SSDs längst gelungen die Lebensdauer einer SSD selbst bei sehr hoher Belastung enorm zu steigern. Rein rechnerisch übersteigt die Lebensdauer eines High-End Solid State Drives (zum Beispiel die einer 860 Pro von Samsung) inzwischen sogar oft die statistische Lebensdauer einer herkömmlichen Festplatte. Auch Solid State Drives für den kleineren Geldbeutel sind inzwischen wirklich sehr langlebig. Sie müssen sich also nicht mehr oder weniger Sorgen um Ihre Daten machen wie bei einer HDD auch. Bewusst sollten Sie sich aber sein, dass die Chancen auf die Rettung Ihrer Daten bei einem Ausfall des Laufwerks geringer sind als bei einer HDD.

Wir von Harlander.com empfehlen daher: Kaufen Sie nur hochwertige Massenspeicher namhafter Hersteller! Als Händler haben wir über Jahre sehr gute Erfahrungen mit der SSD EVO-Serie von Samsung gemacht.

Egal auf welches Speichermedium Sie setzen, legen Sie immer regelmäßig Sicherheitskopien Ihrer wichtigen Daten an.

Wie lange hält eine SSD? Heise.de wollte es genau wissen

Ist eine SSD eigentlich eine Festplatte?

Umgangssprachlich spricht und liest man oft von einer „SSD-Festplatte“. Streng genommen stimmt das aber nicht. Der Begriff „Festplatte“ ist eine Übersetzung der englischen Bezeichnung der klassischen HDD, was die Abkürzung für Hard-Disk-Drive ist. Eine Festplatte bezeichnet also eigentlich eine herkömmliche HDD. Der korrekte Überbegriff für Speichermedien, die dauerhaft Daten speichern können (nichtflüchtiger Datenspeicher), ist eigentlich Massenspeicher.  Somit sind SSD und HDD beides Massenspeicher – und nicht beides Festplatten.

Umgangssprachlich ist der Begriff „Festplatte“ aber für viele Menschen zum Synonym für das geworden, wofür eigentlich der Begriff Massenspeicher steht. Eine gewisse Verwirrung ist seitdem die Folge.

Die SSHD – Das Beste beider Welten?

Bild einer SSHD
Visuell unterscheiden sich SSHDs in der Regel nicht von klassischen Festplatten – verfügen aber neben der HDD -Technik auch über Flashspeicher

Eine SSHD (Solid State Hybrid Drive) ist ein Massenspeicher, der die Geschwindigkeitsvorteile einer SSD mit der hohen Speicherkapazität einer klassischen HDD vereint. Wenigstens in der Theorie. Technisch funktioniert das, indem ein kleiner Flash-Speicher mit der Geschwindigkeit einer SSD einem wesentlich größerem Massenspeicher vorgeschaltet wird. Dieser arbeitet genau wie eine HDD. Oft benötigte Dateien / Programme werden seitens des Controllers der SSHD bevorzugt in den Flashspeicher abgelegt, was zu wesentlich kürzeren Ladezeiten dieser Dateien (aber eben nur dieser) führt. Da eine SSHD „lernfähig“ ist, merkt sie sich, welche Dateien (etwa beim Systemstart) oft benötigt werden und mit der Zeit werden Sie so auch mit einer SSHD eine spürbare Beschleunigung Ihres Computer-Systems erleben. Preislich liegt eine SSHD über dem Preis einer gleich großen HDD, aber weit unter dem Preis einer SSD von gleicher Kapazität.

Die SSHD im Jahr 2020 – ist ein Kauf noch sinnvoll?

SSHDs verlieren gegenüber der SSD immer mehr an RelevanzIm Alltag erweist sich eine SSHD dennoch als wenig konkurrenzfähig gegenüber einer „echten“ SSD. Das liegt zum einen an der geringen Kapazität des schnellen Flash-Speichers, die nur selten über 8 Gigabyte liegt. Aber auch daran, wie gut der Controller vorhersieht, was für Dateien Sie als nächstes benötigen. Diese schreibt er dann in den schnellen Flash-Speicher. Das funktioniert in der Praxis nur bedingt und je nachdem, wie Sie Ihren Computer nutzen, mehr oder eben weniger effektiv.

Als ein Solid State Drive, selbst mit kleiner Kapazität, noch sündhaft teuer war, machte der Kauf einer SSHD als mögliche Alternative durchaus noch Sinn. Wenn Sie bedenken, dass die meisten Händler inzwischen aber für eine 250 Gigabyte große SSD weniger als 50 € aufrufen und auch über 500 Gigabyte große SSDs für unter 100 €  angeboten werden (Stand März 2020), ist der Erwerb einer SSHD statt einer SSD inzwischen äußert fragwürdig geworden.

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Ist die klassische Festplatte (HDD) am Ende?

Vergleichsgrafik SSD vs HDD
Auch die schnellsten Festplatten sind bei den mittleren Zugriffszeiten einer SSD rettungslos unterlegen

Betrachtet man das bisher Gesagte, könnte man das meinen. Und tatsächlich lehnen wir uns sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass die SSD langfristig die HDD völlig ablösen wird. Allerdings – ganz soweit ist es noch nicht.

Denn im Preis, besser gesagt im Preis pro Gigabyte, muss sich eine SSD der HDD noch immer geschlagen geben. Während HDDs mit 2 TB für unter 70 Euro zu haben sind (Stand 2020) müssen Sie für eine SSD gleicher Kapazität zurzeit noch leicht das Dreifache ausgeben. Und wenn es Ihnen nur darum geht, viele und / oder große Daten zu sichern bzw. zu archivieren, kann eine SSD ihre große Stärke, ihre Geschwindigkeit nämlich, nur bedingt ausspielen. Datensicherung in größerem Umfang ist auf einer SSD daher (noch) purer Luxus und unökonomisch.

Anders hingegen sieht es aus, wenn Sie die SSD als sogenannte Systemplatte einsetzen und Ihre Daten anderweitig sichern (z.B. auf einer externen HDD oder einer weiteren HDD in Ihrem Computersystem). Auf diese Weise wird Ihnen eine SSD mit deutlich geringerer Kapazität genügen. Eine hervorragende SSD wie die Samsung 860 Evo mit 500 Gigabyte erhalten Sie zurzeit für bereits unter 90 Euro (Stand März 2020). Diese Kapazität ist für ein modernes Betriebssystem völlig ausreichend. Auch für die Installation vieler Programme ist dann noch mehr als genug Platz. Große Datenbestände hingegen können Sie getrost auf eine vergleichsweise sehr günstige HDD mit großer Kapazität auslagern.

Fazit – Der SSD gehört definitiv die Zukunft ✓

Große Datenmengen zwecks Archivierung dürfen auf eine HDD. Als Systemplatte sollten Sie am besten eine SSD einsetzen!Preislich sind SSDs seit dem Jahr 2018 in Regionen angekommen, die sie für jeden erschwinglich machen. Im Jahr 2020 gibt es unserer Meinung nach daher keinen Grund mehr eine HDD oder SSHD statt einer viel schnelleren SSD als System-Laufwerk einzusetzen. Dafür ist der Leistungssprung einer SSD gegenüber einem klassischen Massenspeicher einfach viel zu hoch. Auch der geringe Stromverbrauch spricht ganz klar für ein Solid State Drive. Zudem arbeitet es vollkommen lautlos. Wenn Sie viel Bildbearbeitung oder Videobearbeitung betreiben, bringt Ihnen eine SSD ebenfalls enorm viel. Wenn Sie zum Beispiel viele Bilder in einem Programm wie etwa Lightroom bearbeiten und verwalten, werden Sie diesen Vorteil nicht mehr missen wollen.

Für das Archivieren großer Datenmengen ist hingegen weiterhin die HDD die allerbeste Wahl.  Auch im Jahr 2020 gilt weiterhin: Am Besten kombinieren Sie ein schnelles Solid State Drive, auf dem Ihre Programme und Ihr Betriebssystem ausgeführt werden, mit einer herkömmlichen HDD. In den meisten Computergehäusen lassen sich zwei Massenspeicher problemlos unterbringen. Sollten Sie das nicht wollen oder an einem Notebook arbeiten (die meisten Laptops können nur einen Massenspeicher unterbringen) bietet sich der Einsatz einer externen HDD, die es ebenfalls günstig zu kaufen gibt,  zur Sicherung großer Datenmengen an.

Der direkte Vergleich in der Praxis – SSD gegen Festplatte (HDD)

Nun können wir viel erzählen. Darum hier ein unmittelbarer Eindruck, was der Einbau einer SSD selbst in einem wirklich alten System bewirken kann. Im Video treten an – zwei MacBook Pros der ersten Generation (2006 / 2007). Technisch identisch, das eine mit SSD, das andere mit HDD. Das braucht man nicht mehr zu kommentieren. Aber sehen Sie selbst:

Die Vorteile einer SSD auf einen Blick

  • Höhere Stoßfestigkeit als HDDs
  • Temperaturtoleranz höher
  • Extrem schneller Zugriff auf gespeicherte Daten
  • Arbeitet lautlos
  • Entwickelt selbst wenig Abwärme
  • Beschleunigt das gesamte Computersystem
  • Viel geringerer Stromverbrauch als eine HDD
  • Verlängert bei Notebooks die Akku-Laufzeit
  • Rasante Ladezeiten

Die Nachteile einer SSD auf einen Blick

  • Wahrscheinlichkeit eines irreversiblen Datenverlustes bei einem Defekt höher als bei einer HDD
  • Die Ersteinrichtung auf älteren Systemen / Betriebssystemen ist nicht ohne Tücken
  • Noch immer deutlich teurer als HDDs mit gleicher Kapazität (Stand 2020)
  • Speicherzellen können nicht unendlich oft beschrieben werden –  SSDs haben eine berechenbare Lebenszeit

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Mehr zum Thema:

Artikel zum Scheitern des SSHD-Konzeptes (golem.de)
Artikel zur Lebensdauer eines Solid State Drives (CompuRam.de)
Geschwindigkeitsvergleich Solid State Drive vs HDD

Sie interessieren sich für eine SSD?

Wir empfehlen die SSD EVO-Serie von Samsung. Als Händler haben wir zusammen mit unseren Kunden sehr gute Erfahrungen mit dieser Serie gemacht und verbauen sie auch in unsere eigenen PCs und Workstations. Hier können Sie stöbern: Harlander.com

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Noch Fragen zum Thema SSD, HDD und SSHD?

Ja - zum Archivieren großer Datenmengen ist eine klassische HDD weiterhin zu empfehlen. Die Technik ist ausgereift und kein Massenspeicher bietet für einen so günstigen Preis soviel Speicherplatz.

Eine HDD als Systemplatte

Davon ist inzwischen klar abzuraten. Eine HDD arbeitet wesentlich langsamer als ein SSD-Massenspeicher
Kurz gesagt: Ja ist sie! Und zwar wesentlich schneller.
Es gibt inzwischen viele schnelle und zuverlässige SSDs auf dem Markt. Wenn wir uns aber festlegen müssten, so würden wir die Evo-Serie von Samsung für Verbraucher empfehlen. Wenn es auf maximale Datensicherheit ankommt, empfehlen wir die Samsung Pro-Serie. Wir haben viele SSDs dieser Serien verbaut und verkauft und die Rückläufer- bzw. Ausfallsquote dieser Massenspeicher ist im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern auffallend gering. (Stand 2020)

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2 Kommentare bei „SSD vs HDD vs SSHD – Moderne Massenspeicher im Vergleich

  1. Zitat im SSD-Artikel; Die Ersteinrichtung auf älteren Systemen / Betriebssystemen ist nicht ohne Tücken ..
    Sagen wir mal, Windows 7 als altes OS…. ja ich weiss, aber es ist halt besser auf den DualCore Dell, auch wenn es Brutalcore sind, als Win 10 – und nicht jeder mag Win 10
    Ich habe noch nichts bemerkt, dass eine Neuinstallation / Erstinstallation ein Problem macht.
    Frage; Geht Win 7 auch schon pfleglich mit einer SSD um? Ein OS muss doch eine SSD erkennen und diese anders löschen als eine HDD und auch nicht vollschreiben mit Auslagerungsdateien und ich glaube die Schreib-last muss auch gleichmäßig verteilt werden. Ich hörte, alte SSD werden langsam deswegen..
    Also Frage, ist Win 7 genau so nett zu SSDs wie Win 10? Oder sollte man zumindest keine teure SSD nehmen für WIn7

    1. Hallo Herr Hoffmann,

      sofern Sie die letzte und aktuellste Version von Windows 7 installiert haben, brauchen Sie sich diesbezüglich eher wenig Sorgen machen. Als Windows 7 herauskam, gab es bereits erstmals „erschwingliche“ SSDs auf dem Massenmarkt. Das Betriebssystem war damals bereits auf den neuen Massenspeicher vorbereitet und wurde mit späteren Updates auch dahingehend optimiert. Den wichtigen TRIM-Befehl beherrscht Windows 7 und führt diesen in der Regel auch aus, wenn Windows auf der SSD installiert wurde.

      Falls Sie sich unsicher sind – ob TRIM aktiviert ist können Sie über die Eingabeaufforderung überprüfen. Geben Sie dort fsutil behavior query DisableDeleteNotify ein und drücken Sie die Return-Taste. Es erfolgt eine Ausgabe und zwar entweder fsutil behavior set DisableDeleteNotify 0 oder fsutil behavior set DisableDeleteNotify 1.

      Sollte eine 0 dort stehen ist alles in Ordnung und TRIM ist aktiv und sorgt für optimiertes Speichermanagement. Solle eine „1“ dort erscheinen, besteht Handlungsbedarf wenn Sie eine SSD verwenden. Geben Sie dann Folgendes ein: fsutil behavior set DisableDeleteNotify 0

      Achten Sie bei Windows 7 auch darauf, ob nicht versehentlich die automatische Defragmentierung eingeschaltet ist. SSDs sollten nicht defragmentiert werden. Was gut für eine HDD ist, erweist sich hier als Gift für eine SSD.

      Aber ganz grundsätzlich nochmal: Mit einem aktuellen Windows 7 sollten Sie in der Regel kein Problem mit einer SSD haben und gehen kein uns bekanntes Risiko ein. Windows 10 ist aber, das sollte nicht unerwähnt bleiben, sicher das bessere, weil effektivere System sobald es um die Verwaltung von neuer Hardware geht.

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